
Der Niedersächsische
Bund für freie Erwachsenenbildung e.V. (nbeb) hat am 16. April 2004 im
Hildesheimer Rathaus zum ersten Mal den Innovationspreis für neue Wege
in der Erwachsenenbildung verliehen.
Sechzehn
Projekte hatten sich für den Preis beworben, der unter der Schirmherrschaft
des
Niedersächsischen
Ministers für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, vergeben wurde.
Ziel ist es, neue Bildungsangebote zu fördern, die die herkömmlichen Pfade der Wissensvermittlung verlassen und sich auf innovative und kreative Weise für gesellschaftliches Lernen und demokratische Verständigung einsetzen.
Die
Hildesheimer Volkshochschule wurde für zwei Projekte mit dem ersten Preis
ausgezeichnet: Mit "Deutsch am Vormittag für Eltern nichtdeutscher
Herkunft" wird die Integration ausländischer Kinder entscheidend vorangetrieben.
Die "Aktion Leselust" bildet ehrenamtliche Vorleser aus, die Kinder
und Jugendliche in Kindergärten und Schulen für das Lesen begeistern
sollen.
Den zweiten Preis erhielt die Katholische Erwachsenenbildung Oldenburg e.V.
für die ökumenische Veranstaltungs- und Meditationsreihe zur Apokalypse
"
-zugehen
auf
einen neuen Anfang", die die diffusen Zukunftsängste der Menschen
mit einem religiösen Deutungsangebot verbindet.
Mit dem dritten Preis wurde die Volkshochschule Ganderkesee für das Projekt
"Frauen-Schreiben-Werkstatt" ausgezeichnet, das behinderten Frauen
die Möglichkeit gibt, ihre Gedanken und Gefühle durch Zeichnen, Erzählen
und Schreiben auszudrücken.
Die Verleihung des Innovationspreises war die erste Veranstaltung im Jubiläumsjahr
zum 50-Jährigen Bestehen des Niedersächsischen Bundes.
"Die innovative Bildung soll auch weiterhin eine feste Größe
in der Erwachsenenbildung bleiben. Wir wissen, dass alle Beteiligten, die Teilnehmer,
die Auftraggeber und insbesondere auch die politische Seite dieses von uns erwarten.
Wir erfüllen diese Erwartungen gern, weil auch wir die Notwendigkeit sehen,
neue Wege zu beschreiten", so Dr. Jürgen Walter, Vorsitzender des
nbeb.
| Beteiligte Projekte |