INNOVATIONSPREIS 2003
für neue Wege in der Erwachsenenbildung

 

Teilnehmende Projekte
Veranstalter

Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt

Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e.V.


Die Arbeitsstelle wurde 1994 in Braunschweig gegründet. Ursprung war die Arbeit mit sozial gefährdeten Jugendlichen im Rahmen des zweiten Bildungsweges. Gewalt und Rechtsextremismus stehen in direktem Zusammenhang, deshalb die Vernetzung der beiden Themenbereiche in der Arbeitsstelle. Die Ursachen des menschenverachtenden Rechtsextremismus sollten an der Wurzel beseitigt werden. [mehr als PDF-Datei]

Berufliche Qualifizierung für Flüchtlinge, Migranten/innen und Aussiedler/innen: "Außenwirtschaft und länderkundlicher
Berater"

Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. / Bildungsstätte Bad Zwischenahn


Die Probleme der Migranten in Deutschland sind sprachliche Defizite und die Nichtanerkennung ihrer Schul- und Ausbildungsabschlüsse. Mit dieser speziellen Qualifizierung im kaufmännischen Bereich soll ihnen der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden. In der zehn monatigen Maßnahme soll eine kaufmännische Basisqualifizierung um eine intensive Außenwirtschaftsausbildung ergänzt werden. [mehr als PDF-Datei]

Clandestino Illegal
Labyrinth Europa
Kein Mensch ist illegal"

Projektwerkstatt Umwelt & Entwicklung e. V.


Eine Multimedia Ausstellung in einem LKW, die sich mit dem Thema "Menschen ohne Papiere" beschäftigt. Identifikationsfiguren sind Sonja und Carolin und Omar aus Marokko, den Sonja bei einem Spanienurlaub kennenlernt. Sie erfährt dramatische Hintergründe und Einzelheiten seiner Flucht und die furchtbaren Tatsachen seines Lebens in Spanien als Mensch ohne Papiere. (Die Geschichte stammt ursprünglich aus einem Jugendbuch). Omars Schicksal soll als Beispiel dienen, die Situation der Menschen soll deutlich, ja fühlbar gemacht werden. [mehr als PDF-Datei]
Das Aktuelle Politische Forum im Göttinger Zeitzeugenprojekt

Freie Altenarbeit Göttingen e. V.


Hintergrund des Zeitzeugenprojektes ist es, unterschiedliche Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen, um dem Verhältnis von persönlicher Lebensbiographie und Zeitgeschichte nachzugehen. Seit 1996 wird einmal im Monat ein Erzählcafé veranstaltet, in dem es zuerst um den Austausch von Lebensgeschichten ging. Nach und nach entwickelte sich daraus das APF, wo es mehr darum geht, gesellschaftlich kontroverse Themen in einen konstruktiven Meinungsbildungsprozess zu verwandeln. Mit den APF wird schnell und spontan auf brisante Themen reagiert z.B. 11. September 2001, Sozialkürzungen, Liberalisierung des Strommarktes oder Homosexuelle Ehen. Aktuelle Themen werden aufgegriffen, jeder kann seine Meinung deutlich machen, sie mit Expertinnen zum Thema diskutieren und neue Positionen entwickeln. Das Sichtbarmachen der Meinungsbiographien ist ein wichtiges Element, um gegenseitiges Verständnis zu fördern. [mehr als PDF-Datei]
Deutsch am Vormittag für Eltern nichtdeutscher Herkunft von Grundschul- und Kindergartenkindern

Hildesheimer Volkshochschule e. V.



Im Herbst 2002 startete der erste Deutschkurs für Eltern ausländischer Kinder im Grundschul- und Kindergartenalter. Beide Elternteile wurden angesprochen, dennoch erschienen hauptsächlich Frauen. Schließlich entstanden reine Frauen- bzw. Mütterkurse. Die Frauen stammen oft aus der Türkei, aber auch aus dem Iran, Irak, Kosovo, Thailand, etc. Sie haben oft keine abgeschlossene Schulausbildung, sind in ihrer Heimatsprache meistens nicht alphabetisiert und haben oft trotz mehrerer Jahre in Deutschland einen erstaunlich geringen deutschen Wortschatz.
Die Kurse sollen im Rahmen von zwei Semestern analog zum Schuljahr angeboten werden. Das Lernen soll an die kulturellen Ressourcen der Teilnehmerinnen anknüpfen.
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"Ein offenes Geheimnis: Arisierung in Alltag und Wirtschaft in Oldenburg und im Oldenburger Land 1933 bis 1945"

Werkstattfilm e. V. Oldenburg


Werkstattfilm e.V. ist ein Verein, der gesellschaftlich relevante Themen mit Hilfe visueller Medien bearbeitet und in unterschiedlichen Formen präsentiert, um damit einen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs zu leisten. Das Projekt entstand aus einer Kooperation mit der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität.
Die Arisierung in Oldenburg, also der Raub des Vermögens der jüdischen Bevölkerung, ihre materielle Ausbeutung, umfassende Ent- und Aneignungsprozesse und Zwangsarbeit war ein bis dahin noch unerforschtes Thema der Stadtgeschichte, das auf wenig Unterstützung stieß, weil mit dem Thema auch gleichzeitig die Profiteure ans Licht kommen würden.
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Frauen in Europa - Überall die gleichen Chancen?

Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide


Ein vierteiliges Bildungsprojekt, das von 9/2002 bis 9/2003 andauerte. Anlass war der Internationale Frauentag 2003, zu dem Frauen aus Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, Estland und Polen in die Heimvolkshochschule eingeladen wurden, um eine vergleichende Analyse der Lebenssituation von Frauen und Mädchen in Europa vorzunehmen. Das Projekt fand in Kooperation mit der Frauenbeauftragten des Landkreises Lüneburg und dem Europabüro der Bezirksregierung statt. Während der Konferenz ging es um Frauen in den Lebensbereichen Politik, Wirtschaft, Soziales, Bildung und Kultur und dabei besonders um die Themen Frauenalltag, Chancengleichheit und Frauennetzwerke. [mehr als PDF-Datei]

Frauen - Schreiben - Werkstatt

Volkshochschule Ganderkesee



Lesen und Schreiben Kurse für neun Frauen im Alter von 21 bis 57 Jahren mit teilweise mehrfachen und schweren Behinderungen. Trotz unterschiedlicher körperlicher und geistiger Voraussetzungen hatten alle großes Interesse an Lebenszusammenhängen, am Aufdecken der eigenen Geschichte und der Lebensgeschichte der anderen. Ein Weg für die Spurensuche nach der eigenen Biographie. Leitgedanke war ein ganzheitlicher Ansatz, um Selbstwertgefühl, Selbstständigkeit und Selbstsicherheit der Teilnehmerinnen zu steigern. Behinderte Menschen sind auf andere Wege angewiesen, um Integration und Selbstständigkeit zu erfahren. [mehr als PDF-Datei]
Fußball mit Köpfchen
Hildesheimer Volkshochschule e. V. und Förderverein des Sportclubs VfV Hildesheim

Die Kooperation besteht seit August 2001 und wendet sich an junge Fußballspieler zwischen 14 und 18 Jahren, denen neben dem sportlichen Training eine maßgeschneiderte Weiterbildung ermöglicht werden soll. Die Inhalte sollen gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet werden, die so ihre persönlichen Interessen und Kompetenzen einbringen können. Die Teilnehmer waren hauptsächlich ausländische Jungen mit sportlichem Talent und Gemeinschaftsinteressen, jedoch auch mit sprachlichen, schulischen oder sozialen Defiziten und Auffälligkeiten. [mehr als PDF-Datei]

Leselust - Wir sind dabei!

Hildesheimer Volkshochschule e. V.



Die Hildesheimer Volkshochschule bietet ein breites Vorleseangebot von 79 ehrenamtlichen Mitarbeitern im Alter von 18 bis 80 Jahren in den unterschiedlichen Einrichtungen (insgesamt 41) an. Seit Februar 2003 wird ein Netzwerk aufgebaut und konkrete Kooperationsvereinbarungen mit den einzelnen Einrichtungen getroffen. Das Vorleseangebot wendet sich an Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Sie sollen ausreichend Möglichkeit erhalten, Fragen und eigene Gedanken zu äußern. So sollen positive Erfahrungen mit Sprache entstehen. [mehr als PDF-Datei]
IT-Supporterin

Kreisvolkshochschule Verden


Ein Teilzeitangebot für Berufsrückkehrerinnen: zur Zielgruppe gehören erwerbslose Frauen mit abgeschlossener Berufsausbildung, Studienabbrecherinnen und Hochschulabsolventinnen. Ihnen soll ein Quereinstieg in IT-Berufe ermöglicht werden. Das Projekt dauerte vom 13.1. bis zum 28.11.2003 und wurde aufgeteilt in eine Einführungs- und Kennenlernphase, in Theorie und Praktikum. Die Gruppe bestand aus 11 Teilnehmerinnen, durchschnittlich waren die Frauen 40 Jahre alt und erzogen ein bis drei Kinder. [mehr als PDF-Datei]

Nutzungsmöglichkeiten der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und deren Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen (NIKE)

Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. / Oldenburg


Ein Pilotvorhaben, das vom 09.09.2002 bis zum 04.04.2003 dauerte und insgesamt 320 Unterrichtsstunden umfasste. Hintergrund des Projektes ist die Tatsache, dass die sinnvolle Nutzung der neuen Medien gerade für klein- und mittelständische Betriebe immer wichtiger wird. Dabei wird die Gruppe der Unternehmerehefrauen als wertvolle Multiplikatoren erkannt, weil sie vielfältige Aufgaben übernehmen. Voraussetzung für die Teilnahme an NIKE ist ein gültiger Arbeitsvertrag, damit die Frauen berufsbegleitend über Einsatzmöglichkeiten von Informationstechnologien in den Betrieben informiert und zusätzlich für deren Nutzung qualifiziert werden können. [mehr als PDF-Datei]
Pe-Scout Projekt

Kreisvolkshochschule Peine


Was tun gegen das Schule schwänzen? Das Pe-Scout ("Pe" kommt von Peine) Projekt zum Themenschwerpunkt "Gesundheitsfördernde Schule" dient der Vernetzung von Jugendhilfe und Schule. In sechs Workshops wurden 120 Lehrer und Elternvertreter als Multiplikatoren qualifiziert, woraufhin der Scout in 32 Schulen des Landkreises gebracht wurde. Das Projekt basiert auf einer Diplomarbeit an der Fachhochschule Hildesheim zum Thema "Schule schwänzen". Persönliche Probleme der Schüler führen oft zu Schulabsentismus und der ist oft der Einstieg in kriminelle Handlungen.
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Sozial kompetente Schule

Hildesheimer Volkshochschule e. V.


Ein Qualifizierungsprogramm zur Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur, mit dem sich die Hildesheimer Volkshochschule an Schulen und Ausbildungsbetriebe wendet. Jede Schule entscheidet, wo sie die Schwerpunkte setzt, die Durchführung wird dann nach einem einführenden Beratungsgespräch ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt.
Angeboten wird eine Ausbildung in Schulmediation im Umfang von 80 Unterrichtsstunden. Seit 1998 gibt es in der Hildesheimer Volkshochschule den Bereich "Gewaltprävention". Im September 2002 wurde ein "Hildesheimer Netzwerk Sozial Kompetente Schule" eingerichtet, in dem sechs Schulen zusammen arbeiten und sich verpflichten, die Schulmediation in das eigene Schulprogramm mitaufzunehmen. [mehr als PDF-Datei]

"- zugehen auf einen neuen Anfang"

Katholische Erwachsenenbildung Oldenburg e. V.



Eine Ökumenische Veranstaltungs- und Meditationsreihe zur Apokalypse vom 5.3. bis 16.4.2003 in der christlichen Passions- und Fastenzeit. In zwölf Kirchen von Oldenburg und Vechta wurden insgesamt 39 Bilder des Künstlers Uwe Appold gezeigt. Ein Begleitprogramm mit 50 Veranstaltungen (Biblische Erläuterungen, Interpretationen, meditative Orgelmusik, Diskussionen) näherte sich dem Thema "Apokalypse" aus theologischer, psychologischer, gesellschaftlicher, literarischer und musischer Richtung. Durchschnittlich nahmen 70 bis 80 Teilnehmer pro Veranstaltung teil. Was bedeutet heute Religion? Kann man die Offenbarung als Hoffnungsbuch verstehen?
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Zwangsarbeit in Hannover

Bildungswerk ver.di


Vom 8.-12. Mai 2000 fanden die "Tage der Begegnung" statt. In fünf Veranstaltungsforen beschäftigten sich ca. 500 Teilnehmende mit dem Thema Zwangsarbeit in Hannover. 23 ehemalige Zwangsarbeiter wurden zum 55. Jahrestag des Kriegsendes nach Hannover eingeladen, wo man ihnen im EXPO-Jahr ein anderes Gesicht der Stadt präsentieren wollte. Ihre persönlichen Berichte machten das Thema greifbar. Zusätzlich wurden Vorträge gehalten und Diskussionsrunden veranstaltet. Man beschränkte sich auf die Region Hannover, um so mit konkreten Beispielen der Regionalgeschichte das öffentliche Interesse zu wecken. [mehr als PDF-Datei]

 


zur Website des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung e. V.
www.nbeb.de
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